Die Jugendlichen interessieren sich für grüne Positionen.

Wie bringen wir Kindern und Jugendlichen ökologische Zusammenhänge nahe? Mit meiner Antwort auf diese Frage konnte ich beim jungen Publikum punkten. Foto: Marianne Penn

Jugend in politische Prozesse einbinden

Weitere Publikumsfragen richteten sich überwiegend an die beiden MdB auf dem Podium.

Herr Benzen allerdings richtete seine Fragen an alle. Zunächst fragte er im Auftrag seiner Kinder, wer im Saal Felix Finkenbeiner und die Initiative „plant for planet“ kenne. Gut die Hälfte der Anwesenden signalisierten per Handzeichen ihr Ja. Dann fragte Herr Benzen alle auf dem Podium: „Wie bringen wir Kindern und Jugendlichen ökologische Zusammenhänge nahe?“

Das war für mich ein schöner Pass in den Strafraum des politischen Gegners. Wieder durfte ich als letzter reden und konnte nach den unterschiedlichen Versuchen meiner Vorredner*innen einen Treffer vor allem bei den jüngeren Anwesenden landen.

Ich begann mit einer Pause. „Es braucht zwei Schritte. Es geht um Bewusstsein und Verantwortung.

Das Bewusstsein müssen wir bilden, die Verantwortung üben, damit Kinder auch das tun, was sie als richtig erkannt haben. Dazu brauchen wir Initiativen in zwei Bereichen: Pädagogik und Politik. Ich beginne mit der Pädagogik: Von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern auf dem Podium wurde mehrfach die Familie genannt, in der sich Bildung – wieder – ereignen müsse.

Aber der Zug fährt anders: „Die“ Familien haben sich verändert und geben solche Aufgaben zunehmend ab. Wir, der Staat, seine Bildungseinrichtungen, die Gesellschaft müssen diese Aufgabe annehmen. Und zwar von Anfang an: In der Elementarpädagogik brauchen wir engagierte Erzieherinnen und Erzieher, die mit den Kindern einkaufen gehen, die einen Bauernhof besuchen und dann noch einen anderen. Damit die Kinder sehen: Es gibt so einen Apfel und so einen, es gibt Kühe, von denen die Milch kommt, da leben die einen so und die anderen anders. Es gibt Hühner, die Eier legen, die einen leben so und die anderen legen nur noch und leben in Käfigen und ihre Männer werden geschreddert. Und es gibt Fleisch, das stammt von Tieren, die ein Leben hatten und es gibt Fleisch von Tieren, das in einer Fabrik „erzeugt“ wird. Und die Kinder werden verstehen und werden ihren Eltern sagen, was sie essen wollen und was nicht.

So geht die Bildung, nun brauchen wir noch die Politik: Kinder und Jugendliche müssen auch politische Verantwortung übernehmen dürfen. Wir Grünen fordern die Absenkung des Wahlalters und ich habe von MdB Doris Wagner gelernt, dass wir dabei keine gesetzliche Altersgrenze ziehen sollen: Jedes Kind, jeder Jugendliche, der selbständig ins Rathaus geht und sich in die Wählerlisten eintragen lässt, darf wählen – auch bei der Bundestagswahl. Damit das verantwortlich geschieht, brauchen wir Sozialkunde-Unterricht ab der fünften Klasse in allen Schularten. Formen demokratischer Beteiligung müssen eingeübt werden durch Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler für die schulischen Lehrpläne, durch Beteiligung bei kommunaler Raumordnung, bei Planungen zu Verkehr, Kultur, Städtebau.“

Axel Effner signalisierte das Ende meiner Redezeit.

Schade, dass auch der Wahlkampf schon dem Ende zugeht – es wird schwierig werden, in den nächsten Tagen noch mal so ein Podium zu finden. Aber ich bleibe dran.

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