Wir brauchen mehr Fair Trade!

Es gelang mir auch bei den weiteren Fragen des Moderators meine persönliche, grüne Überzeugung und meine Entschlossenheit deutlich zu machen. Zum Thema Entwicklungszusammenarbeit verwies ich auf die heimischen Fair-Trade-Kommunen Trostberg, Traunreut und Traunstein und forderte: „Wir brauchen mehr Fair Trade. Damit der faire Handel aus dem Prozent-Bereich herauskommt, müssen staatliche Institutionen wie Bundeswehr, Polizei und das staatliche Bauwesen ihre Beschaffung nach Fair-Trade-Standards ausrichten. Das geht nicht für Panzer bei der Bundeswehr, aber für 70 Prozent des sonstigen Materials. Das geht auch bei Steinen, die für den Straßenbau aus Indien importiert werden. Wer nicht nachweisliche Produkte ohne Kinderarbeit fordert, der fördert Kinderarbeit, wenn er das billigste Angebot wählt. Dazu braucht es nicht einmal ein Gesetz, einfache Verordnungen können hier viel bewegen.

Blicken wir nach Berlin: Die einzige Lichtgestalt der CSU, die ich dort lange Zeit so gesehen habe, Entwicklungshilfeminister Müller, hat ein kluges Buch veröffentlicht, in dem er Handelsabkommen der westlichen Staaten mit afrikanischen Ländern als schädlich für deren Wirtschaft und Entwicklung bezeichnete. Genau dieser Herr Müller mit dieser Einsicht hat dann für die EU die Handelsabkommen mit afrikanischen Ländern unterschrieben, die über viele Jahre lang ihre Unterschrift verweigert und sich zuletzt dem wachsenden Druck gebeugt hatten.

Ich erwarte von einem Politiker, dass er Rückgrat hat und entsprechend seinen Erkenntnissen auch handelt.“ Den Zwischenruf von rechts, von Tobias Zech (CSU): „Wollen Sie damit sagen, dass Herr Müller kein Rückgrat hat?“, konnte ich knapp beantworten: „Genau das sage ich.“

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